Vizovice

Stadtgeschichte

Die archäologischen Funde beweisen, dass das Vrbauer Gebiet seit undenklichen Zeiten besiedelt wurde. Die Anwesenheit unserer slowakischen Vorfahren ist in diesem Gebiet seit dem 9. Jahrhundert dokumentiert. Die erste schriftliche Erwähnung im Zusammenhang mit Vrbau stammt aus dem Jahre 1113 (villa Po/s/coz). Aus dem Jahre 1262 stammt die schriftliche Eintragung über das Dorf Holeška, das sich im früheren Vrbauer Gebiet befand. Die erste konkrete Erwähnung über Vrbau knüpft sich zum Jahr 1347. Am Ende des 14. Jahrhunderts existiert schon in schriftlichen Quellen als ein Städtchen (Oppidum).

 

Die Maut- und Zollfreiheit im Jahre 1437 durch den Kaiser Zigmund bekräftigte seine weitere Wirtschaftsentwicklung - Vrbau entwickelte sich allmählich auf das Handwerk-Geschäftszentrum für die breitere Umgebung und diese Position erhielt sich bis zum Ende des 19. Jahrhunderts, wann es von Piešťany überholt wurde.


Katastrophale Folgen hatte für das Städtchen der türkisch-tatarische Einfall im Jahre 1599. Damals wurde Vrbau zu Asche, viele Bewohner kamen dabei ums Leben, die anderen gerieten in Gefangenschaft. Die Türken wiederholten den Streifzug im Jahre 1663. In dieser Zeit gerieten in Gefangenschaft in Vrbau und in der Umgebung mehr als 100 Menschen.


Im Jahre 1696 erweiterte der Kaiser Leopold I. seine Jahrmarktprivilegium. Seit dieser Zeit wurden 6 Jahrmarkte und seit 1829 sogar 8 Jahrmarkte stattgefunden. Die Vrbauer Jahrmarkte wurden sehr berühmt. Hier kamen die Käufer und Verkäufer aus der breiten Umgebung, sogar auch aus Mähren.


Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts hatte die bedeutende Rolle auch Weinanbau. Zu der stärkeren Entwicklung der Industrie kam es in der Hälfte des 20. Jahrhundertes, nach der Entstehung des Textilbetriebes Trikota. Dieser Betrieb wurde allmählich der grösste Produzent der Damenunterwäsche im Rahmen des ganzen Staates. Zur Zeit unternehmen im Vrbau viele Unternehmersubjekte.


Im Jahre 1958 scheideten sich von Vrbau viele Vrbauer Ortschaften und so entstand das Dorf Prášnik. Das Städtchen verlor ca zwei Drittel seines früheren grossen Gebietes.


Im Jahre 1967 räumte der Westslowakische Kreis-Nationalausschuss in Bratislava dem Städtchen Vrbau den Stadtstatus ein. Zu dieser Zeit wurden das Kulturhaus und das erste Hochwohnhaus in Betrieb genommen. Später in 70.- und 80.-sten Jahren wurde der grosse Wohnungsbau realisiert und danach steigte die Anzahl von Einwohnern der Stadt um ca ein Drittel. Zur Zeit leben hier 6249 Menschen (Volkszählung im Jahre 2001).

 

 
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